401 Jahre Schützenfest zu Gimborn
Vom 24. bis zum 27. Juni 2011 feierte unsere Bruderschaft ihr 401. Schützenfest. In diesem Jahr wurde endlich der langjährige Jungschützenführer Ulrich Potthoff König von Gimborn.
Bereits einige Male hatte es der neue König Uli Potthoff versucht, die Königswürde in Gimborn zu erlangen, doch anlässlich seines 40. Jubiläums als Jungschützenhauptmann ist ihm dieses Meisterstück endlich gelungen.

Wer kennt ihn nicht, unseren Uli, eines der Aushängeschilder der Sankt Sebastianus-Schützenbruderschaft Gimborn, ohne den die Bruderschaft, auch dank seiner Arbeit, sicherlich nicht das wäre was sie heute ist. Doch was wäre er ohne seine Frau und Königin Marlies, sicherlich auch nicht das was er heute ist. So lässt sich zusammenfassend sagen, die Potthoffs, für Gimborn ein großer Glücksfall.
Dabei hatte zunächst noch alles recht normal angefangen. So durfte am Samstagnachmittag, den 26.06.2011 der Vorsitzende Stefan Meisenberg über 100 Senioren zum Kaffee im Festzelt in Gimborn begrüßen. Neben dem amtierenden Königspaar Timo und Elfrun Fuchs sowie dem Prinzenpaar Tobias Langusch und Janina Linden, waren ebenfalls zahlreiche Ehrengäste erschienen, um sich bei Kaffee und Kuchen über vergangene Zeiten zu unterhalten.

Für gute Stimmung sorgten hierbei der Kirchenchor Gimborn, eine jugendliche Tanzgruppe sowie als sicherlich einer der Höhepunkte Alois Breidenbach, der gekonnt mit seinen Vorträgen an vergangene Schützenfest- und Kirmestage in Gimborn erinnerte. Die in Dialekt vorgetragenen Reime ließen kein Auge trocken, so dass alle sicher waren, dass dies wohl ein rundum gelungener Nachmittag war.

Nach der traditionellen Messe anlässlich des Pfarrpatroziniums am Sonntagmorgen mit Prozession und dem anschließenden Frühschoppen unter Mitwirkung des Musikvereins Frielingsdorf, fand am Nachmittag der erste Höhepunkt des Schützenfestes statt: das Prinzenvogelschießen.

Wie immer wenn es um die Prinzenwürde geht, gibt es zahlreiche Bewerber hierfür in Gimborn. Nach hartem Kampf gelang Patrick Arnold das Meisterstück. Er holte den geschmückten Adler mit dem 158. Schuss von der Stange. Als Prinzessin nahm er sich Svenja Semmerling.

Bei der in den Abendstunden stattfindenden Krönung stand aber auch noch ein weiterer Höhepunkt an. Anlässlich seines 40. Jubiläums als Jungschützenhauptmann waren alle Schützenbrüder zum Marschieren als Jungschützen gekleidet angetreten, die unter Uli Potthoff als Jungschützenhauptmann gedient hatten. So ergab sich, dass eine nie dagewesene Mannschaftsstärke der Jungschützen von ca. 65 Mann Richtung Schloss zur Prinzenkrönung antraten.

Hier dankte der Vorsitzende Stefan Meisenberg dem scheidenden Prinzenpaar Tobias Langusch und Janina Linden für ihre hervorragende Arbeit im vergangen Schützenjahr. Nach der anschließenden Krönung des neuen Prinzenpaares wurde dann Uli Potthoff anlässlich seines Jubiläums eine erstmalig in der Bruderschaft eingeführte Ehrenkoppel verliehen.
Auch der Schützenfestmontag begann traditionell mit dem Feldgottesdienst am Friedhof. Bei hervorragendem Wetter traten erneut eine beeindruckende Anzahl Schützen an, um dieses Ereignis, aber auch den anschließenden Frühschoppen im Festzelt mit Ehrungen und Beförderungen miterleben zu können.
Folgende Ehrungen standen auf dem Programm.
Jubilare
25-jährige Mitgliedschaft
- Paul Bördgen
- Timo Fuchs
- Jürgen Karner
- Manfred Ölrich
40-jährige Mitgliedschaft
- Wilfried Börsch
- Werner Schmidt
- Gerhard Stötzel
50-jährige Mitgliedschaft
- Gerd Ansorge
- Heinz Blumberg
- Egon Feldhoff
- Günter Spinath
- Josef Wehner
60-jährige Mitgliedschaft
- Franz Heuser
- Bruno Müller

Beförderungen
Leutnant
- Benjamin Stötzel
- Christoph Stötzel
Oberleutnant
- Raymund Günther
- Marc Potthoff
- Stefan Simon
Major
- Andreas Stötzel
Ehrungen
Bronzener Verdienstorden
- Oliver Mülling
Silberner Verdienstorden
- Friedel Büscher
- Christoph Hagen
- Gerd Riedel
- Uwe Verhülsdonk
- Walter Winkler

Am Nachmittag belohnte sich dann Uli Potthoff zur Krönung einer beispielhaften Schützenlaufbahn mit der Königswürde. 126 Schuss benötigte der neue König, um den Adler von der Stange zu holen. Bei der am Abend stattfindenden, immer wieder beeindruckenden Krönung im überaus gut gefüllten Schlosspark in Gimborn, wurde Uli Potthoff dann mit seiner Frau Marlies offiziell zum neuen Königspaar für das anstehende Schützenjahr von Präses Pater Gerd Willi Bergers gekrönt.

Pater Bergers bedankte sich ganz ausdrücklich noch einmal bei dem scheidenden Königspaar Timo und Elfrun Fuchs für die hervorragende Arbeit im abgelaufenen Schützenjahr und fand auch dankende Worte an alle Schützen für die traditionell enge Verbindung zwischen Schützenverein und Kirche. Dies ist heute nicht mehr selbstverständlich und lässt erkennen, dass in Gimborn die Traditionen noch großgeschrieben werden.
Auch der Vorsitzende Stefan Meisenberg, der zahlreiche Ehrengäste begrüßen durfte, dankte den scheidenden Majestäten noch einmal ausdrücklich für Ihre Arbeit. Weiter fügte er an: “So einem engagierten Schützen wie Uli Potthoff wünscht man es natürlich ganz besonders, dass er einmal die Königswürde erhält. Für mich ist das heute ein Höhepunkt meiner Amtszeit.”
Auch Bürgermeister Uwe Töpfer verwies in einer launischen Rede darauf, dass er doch nun froh sei, mit Timo Fuchs als ehemaligen König einen Antragsteller zu verlieren, der künftig versucht hätte den Amtssitz der Gemeinde Marienheide nach Gimborn zu verlegen. So würden nun die Amtsgeschäfte wieder in ruhigere Fahrwasser kommen.
Neben lobenden Worten für das traumhafte Ambiente und die beeindruckende Krönungszeremonie in Gimborn, fand auch der Präsident des Oberbergischen Schützenbundes Klaus Büser, dass in Gimborn die Welt noch in Ordnung sei. Bei dieser Gelegenheit nutzte er die Chance, Georg Spinath als einen der langjährigen Vogelbauer der Bruderschaft mit der silbernen Ehrennadel des OSB auszuzeichnen.

Abschließend konnte dann noch ein weiteres Jubiläum gefeiert werden. Dem Schirmherr Peter Freiherr von Fürstenberg wurde von Stefan Meisenberg ein Tablett für 100 Jahre Bewirtung der Schützen anlässlich der Königskrönung am Schützenfest Gimborn durch das Haus von Fürstenberg überreicht.

Für einen traumhaften Abschluss eines überaus ereignisreichen Schützenfestes sorgte dann im Anschluss “SAM-Tanzmusik”, die in gewohnt gekonnter Weise für eine fantastische Stimmung im Festzelt bis in die frühen Morgenstunden sorgte. So waren sich am Ende des Schützenfestes wieder alle einig, dass die Schützenbruderschaft dank des neuen Königs- und Prinzenpaares ein aufregendes und vielversprechendes Schützenjahr vor sich hat, auf das sich alle in und rund um Gimborn freuen dürfen.
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